Bindegewebsmassage


Technik

 

Die gezielte Stimulation, bei der mit ein oder zwei Fingerkuppen am Bindegewebe ein Zugreiz gesetzt wird, wirkt segmental-reflektorisch und hat nicht nur Einfluss auf die Gewebeschichten unserer Haut, sondern auch auf unsere Organe, Nerven, Knochen, Sehnen, Bänder und Muskeln. Es wird Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen genommen und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Während der Behandlung verspürt der Behandelte ein Schneidegefühl im behandelten Bereich und es kommt zu einer temporären Quaddelbildung.

 

Anwendung/Wirkung

 

Um den charakteristischen "Zug im Bindegewebe" zu erreichen, erfolgt diese Massage ohne Öl. Die dritte und vierte Fingerkuppe wird zu Beginn flach und später steil aufgesetzt und das Bindegewebe bis zum jeweiligen Ziel gezogen. Damit werden vor allem über die Segmentreflexe Funktionsänderungen an entfernten Organen bewirkt. So können auch über die gesetzten aufsteigenden sensiblen Stimuli im zentralen Nervensystem vegetative und psychische Ganzkörperreaktionen ausgelöst werden, die heilsam sein können.

 

Indikationen

  • funktionelle Störungen der Organe
  • arterielle und venöse Durchblungsstörungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (LS, CS, Arthrose, Bechterew, Rheumatische Erkrankungen,...)
  • Herz- und Gefäßerkrankungen (koronare Herzerkrankung, Herzinfarkt, pAVK, CVI)
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Magen-Darmerkrankungen
  • gynäkologische Erkrankungen
  • komplexe Schermzsyndrome

Kontraindikationen

  • alle akuten Erkrankungen
  • offene Wunden
  • Infektionen
  • akute Verletzungen
  • vaskuläre Erkrankungen
  • entzündliche Erkrankungen
  • systemische Erkrankungen
  • postoperativ
  • neurologische Erkrankugen
  • Schwangerschaft